Das Auto – Kultobjekt in Ost und West
Autos als Retro-Objekt: in diesem Zusammenhang kommt einem sicherlich zuerst der “gute, alte” Trabant, liebevoll auch als “Trabbi” bezeichnet, in den Sinn. In der Tat ist der Trabant mittlerweile zu einer echten Rarität geworden, die aber einerseits – Hand aufs Herz – eine echte Umweltbelastung darstellt, andererseits auch durch den vergleichsweise hohen Benzinverbrauch nicht gerade Pluspunkte sammelt.
Dennoch: für die so genannten Ostalgiker ist der Trabant ein wahres “Schätzchen”; eben ein unverzichtbares Relikt aus vergangenen Zeiten. Aber auch mit dem NVA-Bus kehren die Erinnerungen an die Ära des “Eisernen Vorhangs” zurück. Welcher Wessi würde nicht auch gern einmal eine ausgiebige Spritztour mit einem solchen Retro-Vehikel unternehmen? Der “Ossi” hingegen wäre seinerzeit sicherlich mehr als erpicht darauf gewesen, zumindest einmal im “Käfer”, einem typischen “Wessi-Fahrzeug” mitzufahren.
Damals wie heute wird der VW Käfer übrigens als “Trabant des Westens” bezeichnet. Somit kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sowohl der Osten, als auch der Westen Deutschlands mit wahrlich aufregenden Kultobjekten “auftrumpfen” können. Natürlich ist insbesondere der “schnittige” Opel-Manta ein nennenswertes Produkt aus der “westlichen Hemisphäre”.
Zwar rankten sich gerade auch in den Achtzigern und 1990er Jahren zahlreiche Anekdoten um das Gefährt, und auch vor hämischen Witzen war das “Vehikel mit dem obligatorischen Fuchsschwanz” nicht gefeit, jedoch hat der Manta bis heute nichts von seinem “prollig” anmutenden Charme verloren. Mit folgendem, gehässigem “Seitenhieb” lässt sich besagter “Proll-Charakter”, mit dem so mancher Manta-Fahrer oftmals gleichgesetzt wurde, vielleicht am besten verdeutlichen; bei dem einen dauerte es allerdings länger, der andere verstand den “Wink mit dem Zaunpfahl” hingegen auf Anhieb: “Steht ein Manta vor der Uni.”
Ein wenig größer, geräumiger, aber zugleich auch ein echter “Spritschlucker” ist der aus Sachsen stammende “Barkas”. Viele Autofans stellen sich wohl noch immer insgeheim die Frage, warum der beliebte Kleintransporter seit der Zeit des Mauerfalls nicht mehr hergestellt wird. Handelte es sich doch dabei um ein überaus praktisches, flexibel einsetzbares Fahrzeug.
Dafür jedoch stehen der Lada oder der Wartburg selbst noch nach der Wende in der einen oder anderen Garage und warten sehnsüchtig darauf, noch einmal hervorgeholt zu werden, um durch die Straßen von Ost- oder Westdeutschland zu “tuckern”. Kultiger Fahrspaß ist in diesem Zusammenhang jedenfalls bereits im Vorfeld garantiert.