Die Feinstrumpfhose – Nylonstrumpfhose



Die Strumpfhose an sich hat ihren Ursprung keinesfalls im 20. Jahrhundert. Schon im Mittelalter wurde sie getragen, allerdings waren ihre Träger ausschließlich Männer aus gehobenen Kreisen. Da fallen einem die Szenen in den Filmen ein, die in dieser Zeit spielen. Hier müssen die männlichen Schauspieler Bein zeigen, auch wenn das nicht unbedingt sehr schön am Bildschirm anzusehen ist – aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Danach verschwanden die Strumpfhosen dann, um zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder zu kommen. Sie wurden hin und wieder getragen, vornehmlich auf der Bühne, erlebten aber nicht wirklich ein großes Revival.

Das kam erst mit der ersten Feinstrumpfhose, die in Frankreich geboren wurde. Das war 1958. Nylonstrümpfe wurden damals schön länger produziert, aber nun revolutionierte die Möglichkeit, diese Strümpfe mit einem Höschenteil zu versehen, den Modemarkt. Und auch bis heute sind die Damenstrumpfhosen nicht wegzudenken.

Das große Highlight war natürlich, dass die Quälerei mit Strumpfhaltern und Bändern endlich ein Ende hatte, auch wenn heute manch einer die sexy Strümpfe als viel erotischer ansieht als eine Strumpfhose. Aber das war damals nebensächlich.

Die Strumpfhose zog in jeden Kleiderschrank ein – na fast in jeden. Eigentlich war sie ein Delikt der westlichen Länder, denn in den Ostblockstaaten gab es kaum Strumpfhosen. In der DDR zum Beispiel gab es zwar welche aus Dederon, die waren aber so teuer, dass sich die einfache Frau hier zurückhalten musste.

Dennoch ist die Feinstrumpfhose eine Errungenschaft des letzten Jahrhunderts, die Respekt verdient. Solch revolutionäre Artikel in der Bekleidungsindustrie gab es wirklich nicht oft. Und seien wir mal ehrlich: Es sieht auch ungeheuer gut aus, wenn man zum kurzen Rock eng anliegende Strümpfe trägt, die das Bein betonen und die Trägerin noch weiblicher machen.

Kommentieren

Die 5 neusten Artikel