Doris Day – ein Leben für den Film



Die überaus hübsche Doris Day zählte in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu den bekanntesten Hollywoodschauspielern. Am Anfang sah es allerdings gar nicht nach einer Karriere beim Film aus. Die 1924 in Cincinnati, Ohio, geborene Doris Day, die mit bürgerlichem Namen Doris Mary Ann Kappelhoff heißt, war die Tochter eines Musiklehrers. So erscheint es nur logisch, dass sie ihre Zukunft in der Musikbranche sah. Nach einem Unfall in der Jugend konnte sie ihren Traum von einer Karriere als Tänzerin nicht verwirklichen. Sie entschied sich daher vorerst für das Singen. Von 1939 bis 1947 trat sie in Nachtklubs und beim Rundfunk auf. Doris Day arbeitete mit Sängern wie Les Brown und Bob Crosby zusammen. Nach ihrem Nummer-Eins-Hit „Sentimental Journey“ im Jahre 1944 wurde sie von Barney Rapp mit dem Künstlernamen Doris Day betitelt. Es folgten gemeinsame Projekte mit Frank Sinatra, Dinah Shore und Bob Hope.

 

Ihre Entdeckung für die große Filmwelt von Hollywood fand 1947 statt. Als Entertainerin hatte sich Day längst einen Namen gemacht. 1947 bekam sie einen Filmvertrag angeboten. Ihr erster Film trug den Namen „Zaubernächte in Rio“. Aus ihm stammt ebenfalls der dritte Nummer-Eins-Hit von Doris Day mit dem Titel „It´s magic“. Fortan stand das Leben von Doris Day vordergründig im Zeichen des Films.

 

Trotzdem spielte die Musik immer wieder eine große Rolle. Überwiegend wurden bis 1954 heitere Filmmusicals mit ihr produziert. Nach Ansicht der Produzenten passten diese am besten zu ihrem Gesangstalent und ihren komödiantischen Fähigkeiten. Ernste Rollen waren selten dabei. Das änderte sich ab 1954. Inzwischen war Doris Day fest mit der Hollywood-Szene verankert und konnte das Privileg genießen, sich die Rollen aussuchen zu können. Legendär der Streifen „Der Mann, der zu viel wusste“ von Alfred Hitchcock.

 

Von 1959 bis 1965 startete Doris Day in der internationalen Filmszene durch. Der Film „Bettgeflüster“, wo sie an der Seite von Rock Hudson die weibliche Hauptrolle innehatte, brachte ihr eine Nominierung für den Oscar ein. Es war übrigens die einzige in ihrer Filmgeschichte. Die höchste Filmauszeichnung blieb ihr verwehrt. Dafür gab es für die Komödie „Ein Hauch von Nerz“ den Golden Globe für die beste Komödie und viele weitere Auszeichnungen. Komödien schienen der Hollywoodgröße wie auf den Leib geschneidert. Damit hatte Doris Day, abgesehen vom Hitchcock-Thriller, ihre größten Erfolge.

 

Ab Mitte der 1960er Jahre erlitt das Ansehen von Doris Day in der Öffentlichkeit einen erheblichen Dämpfer. Ihre Produktionen galten zunehmend als unglaubwürdig. Ein Misserfolg reihte sich an den nächsten. Auch mit einer Fernsehkarriere konnte Doris Day nicht an vergangene Zeiten anknüpfen. So zog sie sich ab Mitte der 1970er Jahre ins Privatleben zurück.

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