Filmklassiker „Maskerade“



Vergleicht man einmal die Gesellschaft im Jahre 1934 mit der im letzten Abschnitt des 20. Jahrhunderts, so wird eines sogleich nur allzu deutlich: Gemeinsamkeiten gibt es auf den ersten Blick so gut wie keine. Außer in Sachen Liebe, denn die geht damals wie heute bekanntlich mitunter höchst seltsame Wege….

Ein Happy End der besonderen Art

In dem 97minütigen Film „Maskerade“, welcher im Jahre 1934 gedreht wurde, geht es ebenfalls um die Liebe – und um Eifersucht. Es handelt sich dabei um ein Melodram mit Paula Wessely, Adolf Wohlbrück und Olga Tschechowa in den Hauptrollen. Das Ganze spielt in der gehobenen Gesellschaft Österreichs, wobei sich die gut situierte Gattin des Chirurgen Carl Ludwig Harrandt (von Peter Petersen) vom Maler Paul Heidenck (Adolf Wohlbrück) dazu hinreißen lässt, etwas höchst „Unschickliches“ zu tun: sie lässt sich von ihm portraitieren. Und zwar nur mit einem Muff und einer Maske bestückt. Dumm nur, dass der Muff der Verlobten des Hofkapellmeisters Paul Harrandt (Walter Janssen), Anita Keller (Olga Tschechowa), gehört, welche gleichzeitig die Geliebte des Malers ist. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Aber wie so oft geht das Spiel mit der Liebe am Ende doch noch ganz anders aus, als manch‘ Einer anfangs anzunehmen vermochte.

„Die Liebe ist (k)ein seltsames Spiel…“

Während der Streifen „Maskerade“ seinerzeit noch sehr zurückhaltend inszeniert wurde – Liebes-Szenen, wie man sie aus den modernen Filmen kennt, sind nicht zu sehen – kommt gegen Ende des 20. Jahrhunderts nahezu kein Spiel- oder Kinofilm mehr ohne die eine oder andere erotische Einlage aus. In „Maskerade“ sowie in vielen anderen Filmen auch, war man im Jahre 1934 ungemein darum bemüht, ein gewisses Niveau sowie einen tadellosen Stil zu wahren. Gerade deshalb verzichtete man seinerzeit auf zu viel nackte Haut sowie auf sonstige anzügliche Szenen. Wäre „Maskerade“ aber im letzten Abschnitt des 20. Jahrhunderts noch einmal gedreht worden, so könnte man bereits im Vorfeld sicher sein, dass eine Reihe erotischer, knisternder Sequenzen „eingebaut“ würden. Schließlich liefert allein die Filmstory die perfekte Grundlage für einen erotisch „aufgeladenen“ Streifen…. Ebenso sicher darf man darüber hinaus sein, dass wohl auch das Niveau der „Neuauflage“ hohen Ansprüchen gerecht würde. Denn Sex bzw. Erotik müssen Klasse – zumindest nach modernem Verständnis – in keiner Weise ausschließen.

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