Filmklassiker mit Manfred Krug
Die Karriere von Manfred Krug begann eigentlich fernab der Schauspielkunst. Er absolvierte zuerst eine Ausbildung als Stahlschmelzer in Brandenburg. Geboren ist Manfred Krug allerdings in Duisburg und zwar am 8. Februar 1937. Als die Scheidung seiner Eltern rechtskräftig war, zog er mit seinem Vater im Jahre 1949 in die ehemalige DDR.
Während seiner Berufsausbildung bereitete er sich schon intensiv auf die Schauspielerei vor. Nebenbei besuchte er die Abendschule und machte das Abitur. Ein Studium an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin musste er leider abbrechen. Stattdessen wurde er Mitglied im Berliner Ensemble. Das erste Mal im Kino und im DDR-Fernsehen war er im Jahre 1957 zu sehen.
Die erste bedeutende Filmrolle gab es 1960 in einem Kriegsdrama. Der Film mit dem Titel „Fünf Patronenhülsen“ und Manfred Krug in der Rolle des Oleg Zalewski beschäftigt sich mit den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Regie führte Frank Beyer. Das Kriegsdrama erzählt die Geschichte von Freiwilligen, die den Abzug eines Bataillons im Spanienkrieg sichern sollen. Das Vorhaben gelingt soweit, doch die eigene Flucht wird von gegnerischen Einheiten vereitelt. Der Anführer des Freiwilligentrupps erliegt seinen schweren Verletzungen aufgrund des Angriffs. Vorher gelingt es ihm, in fünf Patronenhülsen eine Nachricht über die Pläne des Feindes an seine Männer zu verfassen und sie jenen auch zukommen zu lassen. Nun gilt es, aus der Gefahrenzone herauszugelangen und die Nachricht an die Verantwortlichen weiterzugeben, was mit allerlei Hindernissen und Prüfungen für die Männer verbunden ist.
Ein weiterer Film von Frank Beyer ist „Spur der Steine“. Er entstand 1966 und ist mit Manfred Krug in der Hauptrolle besetzt. Der Film wurde bereits nach kurzer Zeit in der DDR verboten. Ab 1989 konnte er wieder gesehen werden. Das Verbot resultierte daraus, dass viele Szenen eine antisozialistische Tendenz aufwiesen. Der Film gab im Grunde genommen die Realität in der DDR wieder, was natürlich in der Art vom SED-Regime nicht geduldet werden konnte. Inhalt ist eine Dreiecks-Liebesgeschichte, die sich in einer Baubrigade abspielt. Selbstverständlich spielt die Partei eine große Rolle dabei. Nach Ansicht der Regierung gab dieser Film ein völlig verzerrtes Bild vom Sozialismus in der DDR ab. Deshalb wurde er umgehend verboten. Große Erfolge in Ost- und Westdeutschland feierte er nach der Wiedervereinigung und verhalf Manfred Krug so doch noch zu seiner Anerkennung für sein großartiges Schauspiel.