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Kopfbedeckungen des 20. Jahrhunderts




In den Anfängen des 20. Jahrhunderts gehörte der Hut zum guten Ton. Mit blankem Kopf aus dem Haus zu gehen, war ein absoluter Fauxpas des guten Benehmens. Und dies blieb lange Zeit so. Was sich allerdings ständig änderte war die Optik der Kopfbedeckungen. Denn tatsächlich variierte in jedem Jahrzehnt der Trend, was obenrum zu tragen ist.

Die Hutpflichtjahre bis 1950

Wahrhaftig war bis 1950 die Kopfbedeckung ein wichtiges Kleidungsstück einer vollendeten Garderobe. Der Verzicht auf den Hut kam einem Oben-Ohne-Auftritt gleich. In den Anfängen des 20. Jahrhunderts waren es die ausladenden Modelle, welche die Dame von Welt zu tragen hatte. Ein Teller reichte nicht mehr, stattdessen musste eine Servierplatte auf den Kopf. Die Größe nahm dann später immer weiter ab, wurde aber ersetzt durch skurrile Formen, welche die Kopfbedeckung zu kuriosen Kunstwerken werden ließ.

Ein Umbruch kam zu Beginn der 1920er Jahre. Dann wurde es plötzlich eng und zwar vor allem bei den Damenhüten. Die Teller auf dem Kopf wurden durch topfähnliche Gebilde ersetzt. Die Männer hingegen kamen mit ihren Hüten ganz dem Stil von Al Capone gleich.

Ab 1930 lockerte sich der strenge Hut Ton auf. Es gab keinen Hutknigge mehr, der obligatorisch einzuhalten war. Stattdessen durfte vielerlei Gestalt auf dem Kopf getragen werden, was sich bis Ende der Hut – Ära so gehalten hat.

Die Auferstehung der Kopfbedeckung

Nachdem in der Kriegszeit die Hutpflicht absolut in den Hintergrund rückte, erteilte die Modewelt der Kopfbedeckung in den folgenden Jahren eine eindeutige Absage. Kaum jemand verhüllte noch züchtig das Haupthaar. Und falls doch, dann kamen neue Kunstmaterialien zum Einsatz – eine Ode an die Errungenschaften des Wirtschaftswunders.

Insgesamt blieb die Einstellung zur Kopfbedeckung bis zum Ende des 20. Jahrhunderts auf diesem Niveau. Zwar gab es immer wieder bestimmte Huttrends, allerdings tangierten diese die gewöhnliche Bevölkerung nur sehr schwach. Vielmehr wurde der Hut zum Symbol für die oberen Zehntausend.

Allerdings kam in dieser Zeit ein ganz anderer Trend ins Rollen, nämlich die Basecaps. Schirmmützen aus den USA, die dort vor allem bei Baseballfans beliebt waren, hielten Einzug in die deutschen Geschäfte und auf die Köpfe der Sportfreaks. Und seither kann man sie in verschiedenen Designs und mit thematischen Bezügen auf dem Haupt von Jungs und Mädchen, Männern und Frauen bewundern, auch wenn diese vom restlichen Körperbau so gar nichts mit den sportlichen Basecap Idolen gemeinsam haben.

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