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Loveparade im 20. Jhd.




Die Loveparade war die wichtigste Veranstaltung der Technoszene, die 1989 das erste Mal stattfand. Urheber waren der bekannte DJ Dr. Motte und die Multimediakünstlerin Danielle de Picciotto. Die Idee entstand nach einer Geburtstagsparty von Dr. Motte. Man wollte eine politische Demonstration mit dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ inszenieren. Die Demo wurde genehmigt und so zog man am 1. Juli 1989 mit etwa 150 Teilnehmern und drei Autos über den Ku´damm. Anschließend fand man sich im Ufo, dem ersten Acid-House-Club von Berlin, zur Afterparty ein. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Loveparade zu einer wahren Massenveranstaltung. Bereits zwei Jahre später war die Parade eine Veranstaltung, zu der Menschen aus der Technoszene aus ganz Deutschland und sogar den angrenzenden Ländern kamen. Laut Angaben des Veranstalters wurde 1999 ein Besucherrekord von 1,5 Millionen Menschen verzeichnet. Die Innenstadt platzte fast aus allen Nähten.

Schnell stieß die Loveparade deshalb auch auf Widerstand. Dieser baute sich bereits vor 1999 auf. Die Besucherzahlen entwickelten sich explosionsartig und bald konnte der Kurfürstendamm allein nicht mehr die Menschenmassen fassen. 1995 waren sowohl die Hauptstrecke wie auch die danebenliegenden Straßen hoffnungslos überfüllt. Dennoch wollte man die Loveparade unbedingt in Berlin halten. Schließlich kamen die Technojünger selten mit leeren Taschen und kurbelten den Umsatz enorm an.

Von 1996 bis 2003 fand die Demo vom Ernst-Reuter-Platz bis hin zum Brandenburger Tor statt. Dabei wurde gleichfalls die Siegessäule passiert. Die Strecke führte nun durch den Stadtteil Tiergarten, der eine der grüneren Ortsteile Berlin ist. Die Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Inzwischen wurde die Loveparade zu einem bundesweiten Ärgernis. Naturschützer aus ganz Deutschland sprachen sich mehr oder weniger öffentlich gegen die Loveparade im Tiergarten aus. Den Besucherzahlen tat dies keinen Abbruch, allerdings wurde es für die Veranstalter immer schwieriger, die Parade durchzuführen.

Im 20. Jahrhundert war die Loveparade die angesagteste Party der Technoszene. Der Untergang begann ab 2001. In diesem Jahr stellte das Bundesverfassungsgericht fest, dass es sich um keine politische Demonstration handelt, womit alle Kosten der Müllbeseitigung und für die Sicherheit selbst vom Veranstalter getragen werden mussten. Einige Male musste in der Folge die Loveparade aus Geldmangel ausfallen, außerdem war ab 2006 Berlin als Veranstaltungsort tabu. Das letzte Mal fand die Loveparade 2010 in Duisburg statt.

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