Musik der 20er und 30er Jahre



Musik ist wahrlich nicht gleich Musik. Soviel kann man mit Fug und Recht behaupten. Vergleicht man zum Beispiel einmal die Musik der 20er und 30er Jahre mit den modernen Klängen unserer Zeit, so hat sich in der Tat einiges geändert. Stürmen in der heutigen Zeit Bands wie „Empire of the Sun“, „The Black Eyed Peas“, „Bruno Mars“ oder „Milk & Sugar“ mit rockigen oder poppigen Songs die Charts, so waren es seinerzeit eher „dezentere“, beschwingte Stars, die die Herzen der Musikliebhaber eroberten. In diesem Zusammenhang sind unter anderem Größen wie Josephine Baker, Benny Goodman, Count Basie, Louis Armstrong, Duke Ellington, Glen Miller und natürlich die Comedian Harmonists zu nennen. Selbst in unserer modernen Zeit ist es stets ein Vergnügen, den Klängen aus den turbulenten Anfängen des 20. Jahrhunderts zu lauschen. Mit Witz, Charme, viel Eleganz sowie der nötigen „Portion Schwung“ gelang es vor allem auch seinerzeit, die tanzwütigen Musikliebhaber in den Bann zu ziehen.

Musikalische Titel wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Mein kleiner, grüner Kaktus“ tragen damals wie heute zur guten Laune und zur Freude an der Musik an sich bei. Wen wundert es angesichts der einzigartigen Musikrichtung der 20er und 30er Jahre, dass sich selbst heute noch – beinahe hundert Jahre später – die Menschen für Charleston, Swing, Jazz und Co begeistern können? So genannte „Revival-Bands“ erfreuen sich dementsprechend gleichwohl größter Beliebtheit. Denn „Max Raabe“, „Les Belles du Swing“ oder „Grammophon und Schellack“ holen das musikalische Flair meist mit einem kleinen Augenzwinkern in die heutige Zeit zurück und lassen den Zuhörer erahnen, wie sich die Musik von damals „angefühlt“ haben muss….

Nicht immer standen aber in den 20er und 30er Jahren Eleganz und Zurückhaltung im Vordergrund. Man wollte die pure Lebensfreude zum Ausdruck bringen und liebte es, Partys zu feiern und das Leben zu genießen. Was passt besser zu einer solchen Einstellung, als rhythmische Musik mit all‘ ihren Facetten? Und so sorgte keine Geringere als Josephine Baker mit ihren halbnackten Tanzeinlagen dafür, dass die Gesellschaft der damaligen Zeit „in Aufruhr“ geriet. Nichtsdestotrotz, oder vielleicht gerade deswegen waren die Menschen auch vom Charleston so begeistert, was übrigens mit der Zeit dazu führte, dass diese Musikrichtung nahezu die ganze Welt eroberte.

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