Retro – Hüte und Mützen
Für manche Menschen ist ein Hut oder eine Mütze einfach das i-Tüpfelchen eines jeden Outfits. Besonders Mützen erfreuen sich bei allen Generationen großer Beliebtheit. Aber auch Hüte finden bei Groß und Klein Anklang. Derzeit im Trend: Retro – Hüte und Mützen. Sie waren im vergangenen Jahrhundert Trend und erleben jetzt ein Revival.
Die Hutmode im 20. Jahrhundert war vielen Veränderungen unterworfen. Nicht alles schafft durch die derzeit herrschende Renaissance der Hüte ein Comeback. Um 1910 trug man Hüte in Topf- oder Glockenform. Sie waren weit ausladend und wurden weit über den Kopf gezogen. Diese Hüte sind wohl eher ein Beispiel dafür, wie man sich heute nicht kleiden sollte. Obwohl man weit ausladende Hüte in der Gegenwart stellenweise noch sehen kann. Auf den Rennbahnen der Welt trägt Dame von Welt immer einen besonders auffälligen Hut.
Ab den 1920er Jahren wurden die Hüte aber immer frecher. Nun trugen auch Frauen Kurzhaarschnitte. Der Bubikopf war en vogue und mit ihm schlichte Kappen und Hüte, die fast bis zu den Augen hinuntergezogen wurden. In den 1930er/1940er Jahren wurden neckische Käppchen von den Damen getragen. In den 1950er Jahren dagegen wurde es wieder ausladender, bis in den 1960er Jahren plötzlich Hüte bei Männern und Frauen gleichermaßen mehr und mehr verschwanden. Im drauffolgenden Jahrzehnt wurden die Hüte von Mützen abgelöst. Bekannteste Vertreterin des 20. Jahrhunderts ist die Baseballkappe. Sie ist unisex und bei allen Bevölkerungsschichten anzutreffen.
Eine Mütze dagegen ist zumeist enganliegend und kann wahlweise zugebunden oder nur durch ihre Enge fest auf dem Kopf befestigt werden. In den 1930er Jahren trugen die Männer sogenannte Schiebermützen. Sie war eine klassische Arbeitermütze, die zum Schutz vor Holzspänen getragen wurde. Zudem wurde mit ihr verhindert, dass Haare in die Maschine gelangten.
Ein Großteil der Mützen dient rein praktischen Zwecken. Während ein Hut eher einen bestimmten Stand signalisierte und der Mode entsprach, sind die meisten Mützenvarianten aus arbeitstechnischen Gründen entstanden. Außerdem sind Mützen „Schutzobjekte“ vor Kälte und Schnee. Man denke hier nur an die Pudelmützen, die ein wahres Evergreen der Bekleidungsbranche sind. Ein bekannter Pudelmützenträger ist Hausmeister Krause. Die Pudelmütze ist sein Markenzeichen und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Kinder und Jugendliche tragen heute zu jeder Jahreszeit Mützen. Mützetragen ist bei den Teenagern Trend.