Retro – Mode NVA



Die Nationale Volksarmee, kurz NVA, ist seit 1990 ausgestorben, doch die Mode lebt weiter. Am 18. Januar 1956 wurde die NVA per Gesetz gegründet. Sie war die Verteidigungsmacht der Deutschen Demokratischen Republik. Wie es sich für eine Armee gehört, trugen deren Angehörige Uniformen. Diese sind auch heute noch derart beliebt, dass sich die Retro-Mode NVA gebildet hat.

 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Kleidung aus längst vergangenen Zeiten in der Modewelt etabliert. Obgleich es sich bei den Uniformen der NVA eher um Bekleidung für eine bestimmte Menschengruppe handelt, kann sie aktuell ebenfalls eine große Beliebtheit verbuchen. Dahinter muss nicht zwangsläufig eine ehemalige Zugehörigkeit zur Nationalen Volksarmee stecken, viele finden einfach nur den Look ansprechend.

 

Im Gegensatz zu den Uniformen der Bundeswehr ging es in der NVA farblich eher zurückhaltend zu. Hier herrschte einheitliches dunkles Grün oder Grau vor. Letzteres stand außerhalb des Landes allgemein als Bild der DDR. Grau und farblos waren die Attribute, die dem Staat zugeordnet wurden.

 

Nichtsdestotrotz hat sich die Retro-Mode NVA über das 20. Jahrhundert hinaus gerettet. Ob es nun unbedingt an der farblichen Gestaltung liegt, sei dahingestellt. Den praktischen Zweck kann man allerdings nicht von der Hand weisen. In einem Mantel der NVA steckt man zu jeder Zeit warm. Hosen und Schuhe sind bezüglich ihrer Zweckmäßigkeit ebenfalls nicht zu verachten.

 

Häufig wird den Kleidungsstücken aus der ehemaligen DDR zudem eine besondere Langlebigkeit zugesprochen. Wie sonst ist es zu erklären, dass es in der Gegenwart immer noch gut erhaltene Uniformen gibt, die seit etwa 20 Jahren nicht mehr hergestellt werden. Auch an der Kleidung lässt sich die Unvergänglichkeit der Deutschen Demokratischen Republik erkennen. Was dort produziert wurde, war für die Ewigkeit, denn man hatte ja nicht viel. Deshalb wurde alles gehortet und aus besonders haltbaren Stoffen gemacht. Synthetische Fasern waren am beliebtesten. Sie sind ebenfalls eine Erfindung des 20. Jahrhunderts und fanden unter anderem in der DDR dankbare Abnehmer. Aus solchen Fasern ließ sich einiges erzeugen. Auch für die Uniformen der Angehörigen der Armee mussten sie herhalten und das mit Erfolg.

 

Der Markt mit der Retro-Mode NVA boomt. Als Interessent muss man nicht lange suchen, um Jacken, Mäntel, Hosen und vieles mehr zu finden. Es gibt sogar Händler, die sich auf diese Mode spezialisiert haben. Bei einer so hohen Nachfrage ist nicht alles original. Man hat längst erkannt, dass man die NVA – Uniformen aus dem 20. Jahrhundert gut an den Mann bringen kann. Daher wird die Kleidung heute ebenfalls nachgemacht.

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