Revolutionierende Erfindung Fernsehen
Wer in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts spannende Geschichten hören wollte, der begab sich an einen Ort des öffentlichen Lebens, wo im Sinne der Stillen-Post Erzählungen weitergegeben wurden. Wirklich verlässlich war diese damalige Form der Neuigkeitenübermittlung nicht, dafür jedoch umso spannender. Aber irgendwann gab es dann in fast allen Haushalten das Radio und so konnten zumindest die Nachrichten halbwegs korrekt ins Haus geholt werden und die regelmäßigen Hörkrimis wurden zu einer wöchentlichen Familienunternehmung mit jeder Menge fantasieanregendem Potenzial.
Von der Möglichkeit, dass das Fernsehen den Gedanken ein Bild geben konnte, war man zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch meilenweit entfernt.
Fernsehstuben machten den Anfang
Heute ist das Fernsehen nichts Außergewöhnliches mehr und ein Kinobesuch ist vielleicht mal eine besondere Unternehmung, haut aber niemanden mehr wirklich vom Hocker. Wer mag sich da noch vorstellen, dass eine Art Kino eigentlich die Anfänge des Fernsehens eingeläutet hat.
Nachdem geforscht und probiert wurde, wie man ein flimmerndes Bild auf ein Fernsehgerät zaubern kann, war es 1936 soweit und der erste und lange Zeit auch einzige deutsche Sender, der regelmäßig TV-Programme ausstrahlte, ging an den Start.
Zwar war die Technik jetzt da, aber der Fernseher ein Luxusgut. Zunächst einmal waren diese Geräte unerschwinglich teuer und das hart verdiente Geld des Haushaltsvorstands ging in Gänze für die Versorgung der typischen Großfamilie drauf. Zum anderen waren die Ideen, um was für ein absonderliches Konstrukt es sich da handele und welche unangenehmen Nebenwirkungen es wohl mit sich bringt, mehr als einfallsreich. Hier hat sicher das fantasieanregende Hörspiel der Anfänge des 20. Jahrhunderts einiges an Vorstellungskraft hervor gebracht.
Und somit blieb das Radio in den Häusern beheimatet, während der Fernseher lange Zeit nur in speziellen Fernsehstuben bewundert werden konnte.
Rasante Weiterentwicklung
Nachdem die Massenproduktion der damaligen Hightech Fernsehgeräte mit riesigen Röhrenbildschirmen und verrauschtem Schwarz-Weiß-Bild erst einmal gestartet war, konnten sich auch viele Menschen nun einen Fernseher leisten und trauten ihm immer mehr über den Weg. Es fanden schließlich regelrechte Pilgergänge zum einzigen Fernseher in der Straße statt. Ab den 1950er Jahren wurde der Fernseher salonfähig, auch wenn manche Verfilmungen doch das Schamgefühl der Zuschauer aufs peinlichste berührten. Als das Ganze dann einige Jahre später auch noch in Farbe zu bewundern war, glaubte man sich auf dem Höhepunkt der technischen Erfindungen.