Roy Black – der Schwarm vieler Frauen
Roy Black – bei diesem Namen geraten viele Frauen ins Schwärmen. Wer ab 1966 seine Jugendzeit hatte, der kam an Roy Black nicht vorbei. In diesem Jahr nämlich gelang dem damals 23jährigen Künstler der Durchbruch in der Musikszene. Mit seinem Hit „Ganz in Weiß“ wurde er über Nacht in ganz Deutschland bekannt. 2,5 Millionen Singles wurden davon verkauft.
Aber Roy Black kam nicht erst mit 23 Jahren zur Musik. Bereits drei Jahre vorher hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt. Zum Fasching 1960 sang Roy Black mit der Band The Honky Tonks in einer Augsburger Kneipe. Scheinbar war aber zu der Zeit der Gesang noch nicht soweit ausgereift, dass er ganz Deutschland zugemutet werden konnte. Aber egal, ob nun drei Jahre früher oder später, nachdem die deutschen Schlagerfans erst einmal von Roy Black erfahren hatten, gab es kein Halten mehr. Es folgte Hit auf Hit und nicht nur das, auch die Filmszene entdeckte ihn. Ein Jahr nach seiner musikalischen Entdeckung durfte er bereits in seinem ersten Film mitwirken. Dieser trug den klangvollen Namen „Das Paradies der flotten Sünder“ und ließ aufgrund des Titels wohl eher andere Rückschlüsse zu. Weitere bekannte Darsteller an der Seite Roy Blacks waren in diesem Streifen Willy Millowitsch, Hans-Jürgen Bäumler und Lou van Burg. Der Film ist eher weniger bekannt. Anders verhält es sich mit „Immer Ärger mit den Paukern“, Wer zuletzt lacht, lacht am besten“ und „Grün ist die Heide“. Oft war Uschi Glas an der Seite des bekannten Künstlers zu sehen.
Allgemein war Roy Black ein sehr vielseitiger Mensch. Es gab im Showgeschäft eigentlich nichts, wofür Roy Black nicht geeignet war. Er sang, er schauspielerte im Film wie auch im Theater, er moderierte Fernsehshows, er wirkte in Serien mit und vieles mehr. Was man ihm auf der Bühne allerdings nicht anmerkte, waren die zwei Gesichter, die sich in Roy Black versteckten. Er konnte ein netter, sympathischer Mann sein, wie seine Fans ihn kannten und liebten, andererseits wurde er von seinen Freunden, Geschäftspartnern und der Familie ebenfalls als Egozentriker, Geizkragen und Paranoider bezeichnet. Am 9. Oktober 1991 verstarb Roy Black in seiner Fischerhütte in Heldenstein. Noch heute gibt es zahlreiche Fans, die sein Andenken bewahren.