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Royale Hochzeiten




Im 20. Jahrhundert fanden einige royale Hochzeiten statt, die sich deutlich von den vorherigen unterschieden. Bisher war es verpönt, dass man als Adliger jemanden aus dem niederen Volk heiratete. Im 20. Jahrhundert wurde dieses Tabu jedoch offiziell gebrochen. Die „Vernunftehen“ aus Strategie hatten längst ausgedient. Man denke hier nur an die Hochzeit von Prinz Charles und Lady Di, die lediglich eine Kindergärtnerin war. Das war aber nicht gleichbedeutend damit, dass Diana keinen Adelstitel trug. Sie ist nämlich die Tochter von Edward Spencer, der seines Zeichens  8. Earl Spencer war. Dessen Heirat im Jahre 1954 war ebenfalls ein gesellschaftliches Großereignis. Doch die Hochzeit von Diana und Charles stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. An diese Hochzeit können sich viele sehr gut erinnern. Sie war die Hochzeit des Jahrhunderts und konnte bisher nur durch die Hochzeit von Dianas und Charles´ Sohn William mit Kate am 29. April 2011 getoppt werden.

 

Zurück zu Prinz Charles. Es war nicht die Hochzeit mit Diana, die das Tabu von Hochzeiten zwischen Adligen und Bürgerlichen brach, sondern die Ehe mit Camilla Parker Bowles, die Prinz Charles allerdings erst 2005 schloss. Zuvor wurde ebenfalls schon fleißig die Eheschließung zwischen Adligen und Nichtadligen praktiziert.

 

Das Fürstentum von Monaco ist ein wahres Paradies für derartige Hochzeiten. Bestes Beispiel ist derzeitige Thronerbin Caroline von Hannover, die Tochter von Fürst Rainier III. von Monaco und Fürstin Gracia Patricia – oft besser unter dem Namen Grace Kelly bekannt. Sie hat ehelich gesehen ein sehr bewegtes Leben hinter sich. So heiratete sie 1978 einen Finanzmakler, 1983 einen Unternehmersohn und fand erst mit der dritten Hochzeit im Jahre 1999 zu ihrer eigentlich adligen Abstammung zurück, als sie die Ehe mit Ernst August Prinz von Hannover einging.

 

Dänemark ist heute noch fest in royaler Hand. Hier regiert Königin Margarethe II. Sie ist seit 1967 mit Henri Graf de Laborde de Monpezat verheiratet, der damit in den Stand des Prinzgemahls aufstieg. Carl Gustaf von Schweden lernte bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München seine Silvia Sommerlath kennen, die dort als Hostess arbeitete. Am 19. Juni 1976 läuteten für beide in der Stockholmer Domkirche die Hochzeitsglocken. Da die Königshäuser immer noch zahlreich auf der Welt vertreten sind, gab es und wird es weiter viele royale Hochzeiten geben.

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