Uniform bei Bundeswehr und NVA



Zwei Länder, zwei verschiedene Streitmächte und demzufolge unterschiedliche Uniformen. Bundeswehr und NVA sind eigentlich aus dem gleichen Grund entstanden, jedoch hatten sie ein voneinander abweichendes Aufgabengebiet. Die NVA war die Armee der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und hieß mit vollem Namen Nationale Volksarmee. Mit dem Untergang der DDR war auch die NVA Vergangenheit. Die Bundeswehr existiert heute noch. Sie hat nach der Wiedervereinigung unter anderem den Schutz der gesamten Bundesrepublik Deutschland übernommen.

 

Einst entstanden beide Staaten aus einem Staat, nämlich der Weimarer Republik. Uniformen gab es aber schon viel länger. Erste Hinweise auf eine einheitliche Kleidung der Streitmacht eines Herrschers stammen aus der Zeit des Römischen Reiches. Dementsprechend war die Einführung einer Uniform bei Bundeswehr und NVA eine Angelegenheit, die sich aus der langen geschichtlichen Entwicklung des Militärs ergab und nicht aus der Besonderheit der Zeit, in welcher die beiden Streitmächte nebeneinander existierten.

 

Unterschieden wird grundsätzlich in Dienstuniformen, Ausgehuniformen und Paradeuniformen. Unschwer kann man daraus ableiten, dass die Dienstuniform während der Dienstzeit beziehungsweise eines Einsatzes getragen wird. Die Ausgehuniform ist der Freizeit vorbehalten und die Paradeuniform trägt man zu besonderen Anlässen. Die bei den Zivilisten am bekanntesten Uniform im Tarnlook ist eine reine Dienstuniform. Sie wird im Gelände getragen und ist im allgemeinen den Bodentruppen vorbehalten. Ferner tragen Spezialeinheiten diese Uniformen, sollte es der Einsatzort verlangen. Ganz gleich, ob Uniform bei Bundeswehr und NVA oder bei anderen Institutionen, die Uniform erfüllt den Zweck des sofortigen Erkennens und der einwandfreien Zuordnung zu der jeweiligen Personengruppe.

 

Die Auswahl an Uniformen bei der Bundeswehr ist groß. Für jeden Anlass ist eine bestimmte Uniform vorgesehen, die exakt auf die Bedürfnisse desselben abgestimmt sind. Die Truppen der NVA konnten im 20. Jahrhundert nicht aus einem solch großen Angebot wählen. Das hatte verschiedene Gründe. Zum einen gab es natürlich zahlreiche Stoffe noch nicht, die heute bei Funktionskleidung zum Einsatz kommen. Zum anderen wollte man eine deutliche Abhebung von der Bundeswehr erreichen. Interessanterweise ähnelten ausgerechnet die Uniformen der NVA denen der Wehrmacht, wo man sich doch offiziell vom politischen Gedanken des Nationalsozialismus aufs Äußerste distanzieren wollte. Die Uniformen der Bundeswehr glichen sich dagegen im 20. Jahrhundert immer mehr denen der US-Truppen an. Von den DDR-Offiziellen wurden die Angehörigen der Bundeswehr daher häufig als US-Söldner bezeichnet. Heute sind die Uniformen kein Stein des Anstoßes mehr. Seit über 20 Jahren ist die NVA von der Bildfläche verschwunden.

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