Mode und Bekleidung des 20. Jahrhundert



Kennzeichnend für die Mode des 20. Jahrhunderts war, dass spezielle Mode- und Bekleidungsstile schnell aufkamen und so rasch auch wieder wechselten.

Die Grundlage für die Mode dieses Jahrhunderts bildeten die Schönheitsideale, welche von den Modeschöpfern insbesondere aus der Antike übernommen und umgesetzt wurden. Beeinflusst wurde die Mode dieser Zeit außerdem durch die damals aufkommenden Massenmedien, beispielsweise Modezeitschriften und Kataloge für Mode.

Die Bekleidungswelt dieser Zeit wird in einen engen Zusammenhang mit der industriellen Entwicklung gesetzt und erreicht nicht nur reiche Oberschichten sondern auch die Mittel- und Unterschichten.

Mode am Anfang des 20. Jahrhundert

Bereits in den Jahren des Ersten Weltkrieges stellte das Kostüm eine zentrale Bekleidungsausstattung dar. Vor allen Dingen durch die weit geschnittenen Röcke und die sogenannten Schlupfblusen bestimmten Kostüme die Mode dieser Jahre. Da sich Kostüme wie Sie wissen zudem durch ihre hohe Kombinierfähigkeit auszeichneten, wurden sie zunehmend zu einem beliebten praktischen Kleidungsstück für Damen aller Volksschichten. Die darunter angezogenen Blusen wurden aus Jersey gefertigt, einem weichen und fließenden Material, welches die weiblichen Formen vorteilhaft unterstrich und eine feminine Wirkung erzeugte. Die Kostüme selbst bestanden meist aus einer Schnittform, welche auch als Herrenfasson bezeichnet wird.

Etwa im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts setzten sich in der Damenmode vorwiegend Bekleidungsstücke durch, welche durch die Betonung der Figur hervorstachen. Insbesondere Kleider wurden in dieser Art gefertigt. Die Kleiderlänge reichte bis zu den Waden und verdeckte die bisher gezeigten Kniepartien wieder. Die Basis für die Fertigung dieser Kleider stellte eine Schnittform dar, welche auch als Schrägschnitt bezeichnet wurde.

In der Mode wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend auch Röcke in einer Länge bis zu den Knien, Jumper und Hängekleider aktuell. Praktische Kleider in einer Art Hemd, sogenannte Hemdblusenkleider bestimmten das modische Bild dieser Zeit. Die 20. Jahrhundert Mode wurde geprägt von vielen namhaften Modeschöpfern und Designern. Dazu gehörte zum Beispiel Coco Chanel, welcher das "Kleine Schwarze" kreierte, dessen Beliebtheit und Eleganz sich bis in die heutige Zeit erhalten hat und welches vielleicht auch zu Ihren Favoriten gehört.

Bekleidung Mitte bis Ende 20. Jahrhundert

Auch die 20. Jahrhundert Mode für die Herren war gekennzeichnet durch einige klassische Höhepunkte. Bekannt sind Ihnen aus dieser Zeit möglicherweise die modern gewordenen Knickerbocker und Sweater. Beide Utensilien gehörten neben dem berühmt gewordenen Tranchcoat und dem Blazer seit etwa 1945 zu den Tageskleidungen. Diese Mode wurde durch die Verarbeitung von unterschiedlichen Stoffen zu Sakkos und Hosen abgelöst. Beide Obertrikotagen wurden zu Sakkoanzügen komplettiert, wobei die Hosen nicht der Farbe des Sakkos entsprach.

In der Mitte der 20. Jahrhundert Mode wurden die Modetrends von C. Dior bestimmt, welcher insbesondere den New Look 1947 begründete. Sie kennen diese Bekleidung sicher daher, weil sie durch eine sehr figurbetonte Note und im Gegensatz dazu durch die berühmten Petticoat-Unterröcke gekennzeichnet war. Wenn Sie in etwa zu den damals jungen Jahrgängen gehören, dann erinnern Sie sich sicher auch an die Minimode, eine Revolution in der Damenbekleidung und gleichzeitig das Bekenntnis der Frauen zu mehr Freiheit und Emanzipation. Dieser Modewelle folgte der Ihnen möglicherweise bekannte Hippielook. Folklore- und Punkmode kennzeichneten ebenfalls die 20. Jahrhundert Mode.

Ihre Aktualität haben sich bis heute Jeans und T-Shirts erhalten. Auch sie stammen aus der Mode dieser Zeit und gehörten neben dem sogenannten Oversize zur charakteristischen Modewelle in den Jahren gegen Ende des 20. Jahrhunderts.

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