Punkmode



Punkmode umfasst nicht nur den Kleidungsstil. Dazu gehören auch Frisur, Make up, Schmuck und Körperschmuck (Tattoos, Piercings). Denn Punk ist keine reine Moderichtung, es ist ein Lebensgefühl, eine Subkultur. Punk bedeutet Unangepasstheit, Rebellion, Freiheit, Individualität, Anti-Mainstream.

Die Ursprünge der Punk-Mode liegen in den 1970er Jahren. Anfänglich waren es individuelle Kleidungsstücke, die von ihren Trägern selbst entworfen und gefertigt wurden. Die Modeindustrie übernahm jedoch sehr schnell die Ideen der Punkszene und machte sie salonfähig. Die bekannteste Designerin für Punkmode ist die Engländerin Vivienne Westwood, aber auch bei Jean-Paul Gaultier finden sich viele Anleihen.

Punkoutfit

Absichtlich zerrissene Kleidungsstücke, die durch Sicherheitsnadeln zusammengehalten werden, bemalte oder mit Nieten bestückte Lederjacken oder Blazer, T-Shirts mit provokanten Slogans oder Anarchie-Symbolen, zerrissene Strumpfhosen, enge Hosen und jede Menge schwere Silberketten und Gürtel sind optischer Ausdruck des Standard-Punk. Frauen kombinieren oft feminine Stücke wie Spaghetti-Shirts und kurze Röcke mit männlich wirkenden Accessoires wie zum Beispiel schweren Militärstiefeln.

Die Punkmode der 1970er / 1980er Jahre

Auffällige und bunte Frisuren wie Mohaws, Irokesen-Schnitte oder nur teilweise geschorene Glatzen ergänzen das Outfit, das oft in den Farben schwarz, rot, blau und grün gehalten ist.

Bevorzugte Schuhe sind schwere Stiefel wie Doc Martens, Motorrad- und Kampfstiefel, aber auch Chucks.

Stile der Punkmode

Die Punkmode zerfällt in viele verschiedene Stile, die sich optisch stark unterschieden:

Neben dem Standard-Punk gibt es noch den Glam-Punk (Glamour- Punk). Der Bezeichnung entsprechend findet man hier viel Glitzer, grelle Farben und eher unerwartete Stoffe wie beispielsweise Satin. Leopardenmuster ist ein beliebtes Design. Anarcho-Punk ist die politische Richtung der Punkmode. Diese Richtung wurde in England und den USA geprägt und fällt durch komplett schwarze, militärisch wirkende Kleidung mit zahlreichen anarchistischen Slogans auf. Oft werden T-Shirts mit Namen oder Symbolen von Bands getragen, dazu enge Hosen kombiniert. Leder ist bei dieser Richtung verpönt. Seit den späten 70er Jahren gibt es den Hardcore-Punk, der wenig mit dem Standard-Punk gemein hat: Bequeme Baggy-Pants, Sportkleidung, Turnschuhe, simple T-Shirts von kommerziellen Marken sind typische Outfits.

Außerdem gibt es Skate-Punker, die trendige Kleidung der Skater-Szene tragen (Kapuzenjacken, Schweißbänder, Jeans) und Pop-Punker, die einen ähnlichen Kleidungsstil haben.

Gothic Punk entspricht sehr der Gothic Mode. Die dominante Farbe ist schwarz, viele Kleidungsstücke sind absichtlich zerfetzt, Männer wie Frauen tragen sehr auffälliges Make Up. Okkulte Symbole sind in Schmuckstücken und auf der Kleidung präsent.

Weitere Moderichtungen des Punk sind unter anderem Cowpunk, Suicidals und Crust Punk.

Punkrockbands

Eng mit der Mode ist die Musik verbunden. Punkrock-Bands haben den Stil der Kleidung sehr häufig mit geprägt. Bekannt sind beispielsweise The Sex Pistols, The Ramones, The Clash, Green Day und The Offspring. Wie in der Punkmode, so gibt es auch beim Punkrock diverse Richtungen.

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