Geschichte zwichen 1980-1990




Die 80er Jahre: Möglichst schrill

Die Hippies und Rocker des vergangenen Jahrzehnts mussten in den 80er Jahren den Punks und Poppern weichen. Wie in kaum einem anderen Jahrzehnt war es die Jugendkultur, die das Gesicht des Jahrzehnts prägte: Möglichst aufregend, möglichst schockierend, möglichst schrill sollte die Mode sein. "Geil" und "cool" sagten die Jugendlichen mit ihren Walkmen und schockierten so die Erwachsenen. Schrille Neonfarben waren aktuell. Kein Wunder, dass gerade in den frühen 80er Jahren eine Modeschöpferin wie Vivienne Westwood weltweit Triumphe feierte und das Modebewusstsein einer Generation prägte. Die Kleider waren "oversized", bekamen auch bei Damen extrem breite Schultern. Außerdem waren sie schräg und bunt. Große Pullis wurden über Leggins oder Röhrenjeans getragen. Und überhaupt strickte die Nation: Die Schülerinnen im Unterricht, die Studenten an der Uni und die Grünen im Parlament, die dort mit ihren Strickpullis und natürlich ohne Krawatte als gewählte Vertreter des Volkes saßen.

Punk und Glasnost

Es ging aber auch anders: Das Privatfernsehen (80er Jahre Filme) startete durch, Götz George als Kommissar "Schimmi" Schimanski war in den >80er Jahren populär, ebenso "Dallas" und der "Denver Clan". Die langen Haare der 70er wurden zu "Vokuhila" getrimmt: "vorne kurz, hinten lang" und somit auch nicht sehr viel schöner (80er Jahre Frisuren).

Währenddessen waren der Kalte Krieg und der Rüstungswettlauf manifest wie nie. Die Amerikaner karrten ihre Pershing-Raketen durch die Bundesrepublik - mobil auf Sattelschleppern montiert. Um sie vor "dem Feind" im Osten zu verbergen, wurden sie bewegt und hin- und hergefahren und nachts in den Wäldern versteckt. Nicht erst, als es Unfälle gab, formierte sich auch hier eine beispiellose Protest-Aktion mit Menschenketten und Sitzblockaden.

Das Brandenburger Tor - Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands

Dabei sollte sich die weltpolitische Lage noch in diesem Jahrzehnt ändern. Schließlich wurde die Versorgungslage in den kommunistischen Staaten des Warschauer Pakts immer desolater, immer lauter wurden dort die Proteste. Die Danziger Werftarbeiter machten es vor: Mit der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc begann der Ostblock zu bröckeln und zu bröseln. Auch Michail Gorbatschows "Glasnost und Perestroika" konnten die Entwicklung nicht aufhalten. In Leipzig und kurz darauf in ganz Ostdeutschland gab es Friedensdemonstrationen. Ganze Familien flüchteten sich im Sommer 1989 in die Prager Botschaft, kamen via geöffnete ungarische Grenze in den Westen. Am 9. November 1989 schließlich fiel in Berlin die Mauer. Die Menschen lagen sich in den Armen. Die Wiedervereinigung kündigte sich an.

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