Es galt sich neu zu orientieren in Gesellschaft, Politik und natürlich auch in der Mode und den dazugehörigen Frisuren. 60er Jahre Frisuren türmten sich höher und höher auf. Sehr beliebt war der "Bienenkorb oder -stock", bei dem das Haar hinten am Kopf in die Höhe ragte. Dazu wurde ein sehr hoher Pferdeschwanz oben auf dem Kopf gebunden und anschließend der vordere Teil darüber frisiert. Man konnte auch einen Mittelscheitel bis zur Kopfmitte ziehen und dann das Haar am Hinterkopf hochtoupieren.
US-amerikanische Prominenz wie Audrey Hepburn galt für diese Art der 60er Jahre Frisuren als Vorbild. Heute traut sich Amy Winehouse wieder an dieses Kunstwerk. Diese Frisuren benötigten viel Geduld und handwerkliches Können. Für den richtigen Halt kam zum Schluss eine Unmenge an Haarspray zum Einsatz. War das alles nicht möglich gab es fertige Perücken mit der gewünschten Frisur.
Die jüngeren Frauen, die sogenannten Blumenkinder der Flower-Power Generation, trugen das Haar offen, glatt und lang wie Cher oder aber mit großgemusterten, bunten Stirnbändern. Bei einigen Frauen und Mädchen ging die Revolution sogar soweit, das Kamm und Bürste überhaupt nicht zum Einsatz kamen. Andere schnitten ihre Haare kurzerhand ganz ab. Der Starhairstylist Vidal Sassoon versetzte mit seinen geometrischen Haarschnitten, dem geradlinigen Five-Point-Cut die Welt in Aufruhr.