50er Jahre Filme



Das gute alte Kino, das fast am Ende der Fünfziger gestorben wäre, hat überlebt - in seinen Klassikern. Der Fernsehempfänger begann damals, den Leinwänden Konkurrenz zu machen, und gleichermaßen vernachlässigte die deutsche Filmindustrie neue Stilrichtungen. Es wurde durchaus hochwertiges Kino gemacht, nur über die Landesgrenzen hinaus fanden die ost- und westdeutschen 50er Jahre Filme kaum Beachtung. Während sich in Frankreich die Nouvelle Vague - die neue Welle - etablierte, als dessen Hauptvertreter Truffaut gilt, junge Regisseure sich aus den Zwängen von Romanvorlagen befreiten, in Italien Fellini und de Sica Maßstäbe setzen, selbst aus Japan sehr beachtete Filme kamen, konnte Deutschland zwar steigende Besucherzahlen an den Kinokassen verzeichnen, aber diese hatten ihre Ursache im ansteigenden Wohlstand. Sie waren kein Qualitätsmerkmal. Dennoch finden Sie in dieser Zeit Produktionen, die Furore gemacht haben.

Wer damals nicht gerade Italien bereiste oder im Cocktailsessel am Nierentisch saß, der ging mit der Petticoat-Mode, und zwar zum Tanz. Die Jugend huldigte dem Roch´n´Roll, andere fütterten die Jukebox. Und dann war da noch das Kino - deutsche und ausländische 50er Jahre Filme.

Kinofilme der Fünziger

Die Filmproduktion in Ost- und Westdeutschland ging in unterschiedliche Richtungen. Der Osten hatte die alten UFA-Studios und war damit eine Nasenlänge voraus, anfangs zumindest. Im Januar 1951 kam ein englischer Streifen in die Kinos - "Der dritte Mann". Er war ein überwältigender Erfolg, und mit ihm gewann auch die Filmmusik an Bedeutung. Sie kennen das Harry-Lime-Thema bestimmt. Diese Zithermusik ist, wie der Film selbst, zum Klassiker geworden. Zu den Filmen der 50er Jahre gehört auch eine gleichnamige Literaturverfilmung von Heinrich Manns Roman "Der Untertan", die der DDR gelang. Im Westen florierten Schlager- und Heimatfilme. Etablierte Moralvorstellungen und landschaftliche Beschaulichkeit waren gern gesehen. Gleichsam gab es zur Sennerin die "Sünderin". Nicht nur die nackte Haut, sondern hauptsächlich der Aufschrei der Kirche, verhalfen dem Film zum Erfolg - und Hildegard Knef zum Durchbruch.

Mitte der Fünfziger wurden Kriegsfilme populär. Sie waren jedoch keine reale Vergangenheitsbewältigung. Das Bild des tapferen, unpolitischen Soldaten entsprach nicht der Wirklichkeit. Ausnahmen waren Falk Harnacks Film "Der 20. Juli" oder "Die Brücke" von Bernhard Wicki. Und unvergessen ist ein amerikanischer Western - "Zwölf Uhr mittags". Dieser Film hatte das Zeug zum Klassiker und ist auch einer geworden.

Das Fernsehen hatte bis zum Ende der 50er Jahre nur ein Programm. Trotzdem erreichten Kriminalfilme in Serie eine Quotenstärke, die ihrem Titel "Straßenfeger" tatsächlich entsprachen.

Filme, auch deutsche Streifen, haben heutzutage weltweit einen großen kulturellen Stellenwert und das Kino ist trotz des Fernsehens mit seinen unzählige Programmen nicht vom Aussterben bedroht - Totgesagte leben halt doch länger.

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