90er Jahre Filme



Die 90er Jahre - in den Erinnerungen vieler Menschen ist diese Ära noch gar nicht so weit weg, dabei befinden wir uns jetzt bereits zwei Dekaden weiter. Für die Filmindustrie waren die 90er vor allem von einer Revolution der Tricktechnik geprägt, denn der rasante Leistungsanstieg der Computer machte es plötzlich möglich Bilder auf die Leinwände zu zaubern, die so niemals zuvor gezeigt werden konnten.

Kinofilme der Neunziger

1991 änderte ein Film im Alleingang den Stellenwert der Spezialeffekte in Action- und Science-Fiction-Filmen. Terminator 2 von James Cameron - der gerade mit Avatar scheinbar einen weiteren Meilenstein in die Lichtspielhäuser dieser Welt gebracht hat - machte aus zwei Persönlichkeiten über Nacht Weltstars: Arnold Schwarzenegger und der aus Flüssigmetall bestehende T-1000. Jener verformte und verbog sich, wurde in Einzelteile zerschossen und floss anschließend wieder zusammen. Die Animation dieser Sequenzen erfolgte vollständig am Computer. Selbst heute, ungefähr 20 Jahre später, sind die Spezialeffekte von Terminator 2 noch immer sehenswert.

Zwei Jahre später wurde dieselbe Technologie genutzt, diesmal von Steven Spielberg, der in Jurassic Park ausgestorbene Dinosaurier wieder zum Leben erweckte. Der Film avancierte zum größten Blockbuster des Jahres und zog zwei Sequels und einen ungeheuren Rummel um Dinosaurier im Allgemeinen mit sich. Die Mischung aus Abenteuerfilm für die ganze Familie und bedrohlichen, lebensechten Urzeitechsen war trotz aller für Spielberg recht untypischen Brutalität einer der prägendsten Filme der 90er Jahre.

Von all dem Rummel um Computer und Effekte und immer teurer werdenden Filmen war ein Regisseur scheinbar völlig unbeeindruckt. Denn die 90er waren auch das Jahrzehnt des kleinen Videothekenangestellten Quentin Tarantino, der nach seinem Erstlingswerk Reservoir Dogs schließlich mit Pulp Fiction das Gangstergenre aufpolierte.

Der Film aus dem Jahr 1994 wird in chronologisch völlig durcheinander gewürfelter Reihenfolge erzählt und bietet im Grund genommen keine wirklich mitreißende Story. Weshalb Sie ihn trotzdem gesehen haben sollten, ist schnell erklärt. Messerscharfe Dialoge, deren absurder Humor bis heute nie erreicht wurde, eine regelrechte Orgie aus Szenen, die aus der Popkultur der 90er nicht mehr wegzudenken sind (erinnern Sie sich nur an die Diner-Szene), und die Wiederbelebung der für Tod befundenen Karriere des John Travolta.

Als 1997 mit dem Untergang der "Titanic" zudem einer der bis heute erfolgreichsten Filme mit 11 Oscern in den Kino stand, war klar das die 90er Jahre einer der großen Meilensteine in der Filmgeschichte sein würden..

Eine weitere, letzte Filmreihe zog gegen Ende des Jahrtausends die Aufmerksamkeit der Cineasten auf sich. Im Mai 1999 kam mit Star Wars: Episode 1 die Fortsetzung, die eigentlich ein Prequel war, der berühmten "Krieg der Sterne"-Saga aus den 70ern in die Kinos - sehr zum Leidwesen der Fans, denn der Film konnte die himmelhoch gesteckten Erwartungen nicht einmal ansatzweise erfüllen.

Stattdessen kam ein anderer Science-Fiction-Film scheinbar aus dem Nichts und stahl dem Film um Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker die Show: Matrix zeigte auf der Leinwand alles, was tricktechnisch gerade noch im Bereich des Möglichen war und garnierte das Ganze mit einer ausdrucksstarken Story und einer unerreichten Stilsicherheit.

Andere sehr Erfolgreiche Filme der 90er Jahre waren zudem das Zeichentrick Meisterwerk "Der König der Löwen" (1994) von Walt Disney, "Pretty Woman" mit Julia Roberts (1990), "Forest Gump" mit Tom Hanks (1994) oder "Men in Black" (1997) mit Will Smith.

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